2010-11-10
Die Wochen gehen ins Land und zu Recht bekomme ich ab und zu eMails von besorgten Interessenten. In der Tat habe ich die Aktualisierung sträflichst vernachlässigt, nicht jedoch das Projekt. Die Veränderungen der letzten Monate hatten den erfreulichen Nebeneffekt, viel mehr Zeit für die C zu haben. Projektbegleitend sind dadurch aber auch andere Aufgaben entstanden, für die es momentan höchstens Lösungsansätze gibt. Wenn man über zwanzig Jahre derart intensiv in der Museumsbahnszene tätig ist, bleibt es nicht aus, daß man mit Personen in Kontakt kommt, die unsere Branche besser nie erlebt hätte. Das raubt eine Zeit lang die Motivation, bringt uns aber nicht vom Weg. 

schematischer Rahmen mit AnbauteilenDurch die Anordnung der Rahmenan-bauteile am 3D-Modell wird die unvoll-ständige Rahmen- zeichnung vervoll- ständigt.

Treib- und KuppelradsatzgruppeDie Radsatz- gruppe wird derzeit gezeichnet. Unklar sind die Fremont- Ausschnitte der Kurbelachse, die ab 1913 zur Anwendung kamen, aber auf der Blaupause fehlen.

TriebwerkTriebwerk mit Aufhängung, Gleitbahnen und Kreuzköpfen einschließlich der HD-Kolbens- stangen und Kolben. An den ND-Kreuzköpfen fehlen noch die Lenker.

2010-03-06
Nachdem von verschiedenen Seiten Empfehlungen für eine generelle Unabhängigkeit des C-Projekts vorgebracht wurden und auch wir schon länger diesen Gedanken hegten, haben wir auf unserer Besprechung die nötigen Schritte dazu eingeleitet.
Zur langfristigen Sicherung unseres Vorhabens soll eine C-Stiftung gegründet werden. Zweck der Stiftung ist zunächst hauptsächlich der Nachbau der C und zudem der Aufbau einer passenden Wagengarnitur. Langfristig erfüllt die Stiftung den Erhalt von Lok und Wagen.
Um überhaupt das Ziel Stiftung zu erreichen, wird zunächst ein Förderverein gegründet. Sein Zweck besteht darin, die Vorraussetzungen für die Stiftungsgründung zu schaffen und später für die dauerhafte finanzielle und materielle Unterstützung der C-Stiftung zu sorgen. Die Mitgliedschaft und Mitarbeit wird im Verein allgemein möglich sein, während die Stiftung eine feste Struktur erhalten wird. Formlos ist dieser Verein bereits gegründet. In den nächsten Wochen müssen die üblichen Vorraussetzungen für die Eintragung erfüllt werden.
Um nicht unnötig eingeengt zu bleiben, werden wir den Zweck des Vereins noch etwas erweitern und so die Möglichkeit offen lassen, sich auch um andere Exponate und Relikte der KWStE kümmern zu können.

2010-01-31
Wie die Zeit vergeht! Wir bekommen bereits besorgte Anfragen - verständlich, aber es gibt keinen Grund zur Sorge.
Bis in den Herbst hinein waren wir mit der vollständig in Eigenleistung ausgeführten Kesselhauptuntersuchung der P8 beschäftigt. Nach mehreren Siebentagewochen mit 12-14 Tagesstunden und dem anschließenden Fahrtenprogramm im Herbst waren wir erst einmal gesättigt und urlaubsreif. Hinzu kamen bei mir berufliche und familiäre Veränderungen und schließlich noch ein Rechnerabsturz mit Datenverlust, der einige fruchtbare Kontakte hat abbrechen lassen. Mittlerweile ist dieser behoben.

Natürlich waren wir nicht untätig, aber nicht jede Idee oder Briefwechsel ist gleich für eine öffentliche Präsentation geeignet. Vorrangiges Ziel ist zunächst die weiträumige Bekanntmachung des Projekts, aus der sich dann die erhofften Kontakte ergeben. Entsprechend haben wir an einem Flyer für die allgemeine Verbreitung, an einer Projektmappe für die Info bei entsprechenden Anschreiben und an einer PowerPoint-Präsentation für die persönliche Projektvorstellung gearbeitet.

Viele Anschreiben haben uns seither erreicht. Die etwaige Bandbreite läßt sich im Gästbuch erahnen. Die Erwartungshaltung ist groß, aber die Unterstützung gering. Aber genau das haben wir erwartet und somit läuft es wie gedacht. Um es mal poetisch im Einklang mit der aktuellen Wetterlage auszudrücken, sind wir gerade dabei, einige Schneeflocken zu sammeln und daraus einen Schneeball werden zu lassen. Bis zum Schneemann ist es eben noch weit.


2009-08-02
Auf Einladung von Herrn Uhlig aus Wien weilte die C-Gruppe zu Gesprächen am Bodensee. Herr Uhlig hat bereits mehrere bemerkenswerte Projekte erfolgreich abgeschlossen und bot uns seine Hilfe an. Seine über Jahre gemachten Erfahrungen sind wertvolle Erkenntnisse für unser Projekt. Somit freuen wir uns nicht nur über die im Gespräch gewonnenen Erfahrungen und Anregungen, sondern vielmehr auch, ihn als Botschafter für unser C-Projekt gewonnen zu haben. Nachdem Herr Uhlig auch maßgeblich am Wiederaufbau des Bodenseedampfschiffs HOHENTWIEL beteiligt war, konnte dieser Umstand genutzt werden, das Treffen an Bord des wunderschön restaurierten Schiffes zu veranstalten. Immerhin handelt es sich hierbei um ein Fahrzeug der Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen von 1913, das wie die C unter der Leitung von Eugen Kittel entstand.
Das Bild zeigt Herrn Uhlig inmitten der C-Gruppe und den Kapitän Konstatzky der HOHENTWIEL.  



2009-07-18
Im April 2009 wurde die Entdeckung eines württembergischen Pw3i bekannt. Nachdem bislang kein Wagen dieser Bauart als erhalten galt, interessierten wir uns sehr dafür. Am 19. Juli wurde uns die Besichtigung in Großenhain ermöglicht. Mit Ausnahme der teile unterhalb des Rahmens ist der Wagen weitgehend vollständig, wenn auch im schlechten Allgemeinzustand erhalten. Da es aber der einzige bekannte erhaltene Wagen seiner Bauart ist, ist es ein Muß, den Wagen zu retten. Der Erwerb ist bereits erledigt, der Tag von Bergung und Transport allerdings noch unklar. Wir haben die Hoffnung, daß für die anderen vier Packwagen am Standort auch noch Interessenten gefunden werden und wir so die Kranaktion als Gemeinschaftsprojekt durchführen könnten.



2009-07-14
Mit dem heutigen Tag wurde die von uns zur Wahrung unserer Interessen beantragte Eintragung der Wort- und Bildmarke vollzogen.

2009-07-02
Heute vor 150 Jahre wurde Eugen Kittel geboren. Er war der letzte Obermaschinenmeister der KWStE. Nach seinem Amtsanrtitt 1896 setzte eine spürbare Modernisierung im Fahrzeugpark ein. Seinen Namen verbinden wir heute hauptsächlich mit dem von ihm entwickelten Stehkessel und denen dadurch nach ihm benannten Dampftriebwagen.
Höhepunkt seines Schaffens war ganz klar die C und später die K. Aber auch andere württembergischen Entwicklungen, wie die T5, T6, Tn und Hz, tragen seine Handschrift.
Eugen Kittel starb am 23. Mai 1946 in Stuttgart und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Pragfriedhof.

2009-07-01
Die ersten Tage nach der Veröffentlichung unseres Projekts sind verstrichen. Neben der erfreulichen, überwiegend positiven Resonanz sind insbesondere die eingegangenen Hilfsangebote von Bedeutung. Ein wahre Flut von eMails und Anrufen wurde bearbeitet.
Künftig werden unter den aktuellen Meldungen die Kurzinfos nach Aufgabenbereichen unter „T“ für Technik, „V“ für Vermarktung und „F“ für Finanzen mitgeteilt.
(V) - Es gibt mehrere, zum Teil durchaus interessante Angebote zur Mithilfe bei der PR-Arbeit zur Gewinnung von Fertigungsstätten und Geldgebern. Hierzu wird es in den nächsten Wochen erste Treffen geben.
(T) - Bisher haben sich fünf Personen gemeldet, die an der Konstruktion und insbesondere der Umsetzung der vorhandenen Zeichnungen in 3D-Daten mitarbeiten möchten. Darunter ist eine höhere technische Schule in Österreich, die daraus ein Klassenprojekt machen wird und zudem später auch die Anfertigung kleinerer Dreh- und Frästeile anbietet.
Momentan sind die Teilbereiche Rahmen mit Anbauteilen, Schirm (Führerhaus) und Aschkasten in Arbeit. Beim Aschkasten ist die nachfolgende Fertigung gleichzeitig mit angeboten.
- Es gibt die Möglichkeit, daß eine britische Firma als Referenzobjekt die Lokomotiv- und Tenderlaternen anfertigt.  
- Weiterhin wurde die Teilnahme am Projekt von einem EBA-zugelassenen Sachverständigen angeboten. Somit ist für die zulassungsrelevante, baubegleitende Bauaufsicht mit Ausnahme der überwachungspflichtigen Anlagen gesorgt.
- Es gibt einen Hinweis auf einen Laufachs-Radstern mit gerader Speichenzahl, der an einem württ. Bahnhof als Schmuck aufgestellt ist. Es könnte somit ein C-Teil sein. Wir werden der Sache nachgehen, da von den Laufachsen keine detaillierte Zeichnung vorliegt.
- Als erste Baugruppe überhaupt ist die Anfertigung der beiden Feuertüren einschließlich des Beschickungszeigers angefragt.

2009-06-21
Heute sind es genau 100 Jahre, an dem die Maschinenfabrik Esslingen die C 2001 auslieferte. Ein denkwürdiger Tag, dessen Symbolik wir zum Anlaß nehmen, unser Nachbauprojekt offiziell mit der öffentlichen Bekanntgabe zu starten.

Gerade einmal zehn Jahre durfte die C 2001 in den Diensten der württembergischen Staatseisenbahnen fahren, ehe sie zusammen mit zwei Schwestermaschinen 1919 nach Frankreich abgegeben werden mußte. Eine weitere Lok gelangte im selben Jahr nach Polen. Alle anderen 37 Lok blieben ihre gesamte Dienstzeit in Württemberg stationiert. Genau 45 Jahre, 7 Monate und 23 Tage dauerte das C-Zeitalter vom Tag der ersten Auslieferung bis zum Tag der letzten Verschrottung. Mehr als 54 Jahre sind seitdem verstrichen. Mit dem heutigen Tag beginnend soll der Versuch unternommen werden, einmal die obige Zählung fortsetzen zu können.

2009-06-19   Artikel im Eisenbahn-Kurier zum Nachbauprojekt

2009-04-17   Nutzungsfreigabe des Aquarells von Herrn Mezger

2009-03-03   Nutzungsfreigabe der Grafik aus LokMagazin Nr. 87 durch                          GeraMond Verlag GmbH

2008-11-15   3. Sitzung der C-Gruppe

2008-11-07   DAS GUSSHAUS als Partner gewonnen

2008-09-07   Erstes Gespräch mit Dampflokwerk Meiningen

2008-07-04   Erhalt der Zeichnungen und des Commissionsbuchs Nr. 60280

2008-07-04   2. Sitzung der C-Gruppe

2008-03-25   Sicherung der Domain

2008-03-21   1. Sitzung der C-Gruppe

2008-03-13   Angebot des EK-Verlag zur langfristigen Zusammenarbeit

2008-01-29   Sichtung der Lokzeichnungen und Zusage zur Nutzung

2007/2008     Idee-Planung-Realisierung



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